25 Januar 2012

Zurück

Seit zwei Wochen ist Andy wieder mit mir in Deutschland.
Trotz des sehr viel angenehmeren Klimas in Florida hat es ihn nach hause gezogen und ich hoffe, ihr seid nicht enttäuscht, dass er sich trotz eurer Spenden gegen einen längeren Aufenthalt entschieden hat.

Gemeinsam haben wir noch ein paar schöne Tage mit möglichst viel Strand, Wasser und entspannung verbracht. Solltet ihr irgendwann mal eine nette Unterkunft in Lake Worth benötigen, können wir euch nur das www.lagomarmotel.com empfehlen. Free Wlan versteht sich ;-)

durch eine intravenöse Antibiotika Therapie, die Andy in den USA begonnen hatte, mussten wir in der Nähe des Krankenhauses bleiben, in dem die ambulante Therapie zweimal täglich stattfand. Auf grund eines schweren medikamentenbedingten Krampfanfalls war Andy kurz vor weihnachten dort ins Krankenhaus gekommen, wo er alle Test - mehr oder weniger bei Bewusstsein- durchlief, die er hier in deutschland immer abgelehnt hatte. Es wurde eine schwere Entzündung des Kiefers festgestellt, die sich immer weiter frisst. vier Zähne hatte Andy zu dem zeitpunkt bereits verloren und der Kiefer ist gebrochen, bereits zum großteil schon zerstört.
Hier in Deutschland setzte Andy die Therapie im St.Anna Krankenhaus Duisburg fort - eine unglaublich schöne Erfahrung, wie sich dort alle an ihn erinnert haben, was uns darin bestätigt hat, dass es richtig war für weitere untersuchungen dorthin zurückzukehren, anstatt uns für Uni Düsseldorf oder AAchen zu entscheiden, die beide auch eine eigene Mund-Kiefer-GesichtsKlinik gehabt hätten. hier war Andy viel besser aufgehoben.
Während des Aufenthaltes wurden auch unter Vollnarkose proben in verschiedenen verdächtigen Bereichen der Mundhöhle genommen, um festzustellen,ob es sich wieder um ein Tumorgeschehen handelt.

Die Ergebnisse sind positiv. Die gesamte Rachenrückwand und die Mandelregion ist von einem ausgedehnten Rezidiv befallen. die starke zerstörung des Kiefers ist aber wohl auf einen Strahlenschaden mit einhergehender Infektion zurückzuführen.
Auf den CT Bildern, die Andy und ich uns gestern zum ersten Mal angesehen haben, sieht man, wie viel gewebe schon zerfallen ist - es besteht nur noch eine Fingerbreite Gewebsschicht, die Andys Rachen nach aussen verschließt... Erschreckend das zu sehen, und sich vorzustellen, wie es weitergeht.
Fest steht: er soll keine große OP mehr gemacht werden! das Rezidiv ist nicht mehr operabel, könnte nur noch durch chemotherapie für eine Zeit in schach gehalten werden.

Andy ist nun erstmal froh, zu hause zu sein, nachdem er die letzten 4 wochen mal wieder nur in Krankenhäusern verbracht hat. Vielleicht werden wir uns nächste woche einen termin in der MKG klinik von duisburg vermitteln lassen, um noch evtl optionen gegen das fortschreiten des gewebszerfalls durch die Radioosteonekrose zur riesen OP zu hören. denn das bereitet Andy momentan am meisten probleme und unsagbare Schmerzen.

Nun, sicher hättet ihr gern nur ein paar sonnige urlaubsbilder gesehen... ich kann euch versichern, die gibt es auch und ich werde in den nächsten tagen versuchen noch ein paar nachzulegen.
dies erstmal um euch auf den neuesten stand zu bringen, denn wer weiß, wie rasant die nächsten wochen sich wieder überschlagen.

Es grüßen euch
Andy und Micki

Kommentare:

  1. Von Herzem viel Kraft und Glück für Euch beide!!!

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  2. wir denken viel an Euch
    Melanie und Deiter

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  3. Hallo Micki,
    schade das Du die "klitze kleine" Zeit bei unserer Mom in deinem Blog NICHT der geringsten Beachtung schänckst!!!
    Mami hat sich Körperlich und ebenso finaziell für Andreas aufgeopfert!!! Sicher ist das selbstverständlich alles für sein Kind zu geben,jedoch gehört ebenso ein riesen DANKESCHÖN dazu!!!
    Hättest Du Dich um Andy so gekümmert wie Du es immer gesagt hast, jedoch nach eigener Aussage doch nicht getan hast,wäre der Kiefer eventuell noch zu retten gewesen oder die Entzündung früher eingedämmt worden!
    Gut finde ich es aber nun, das Du Dich nun doch noch aufopferst und deinem extrem Kranken Mann hoffentlich mit Würde alles gibst was er haben möchte.

    Marcel
    Andreas Bruder

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  4. Lieber Andy, liebe Micki,
    ich denke oft an Euch und sende Euch meine besten Wünsche.
    Birgit

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  5. Ich bewundere eure Kraft, mit der ihr versucht Andys Krankheit in den Griff zu bekommen. Sie scheint endlos unendlich zu sein, ... weiter so.
    Die besten Grüße und Wünsche aus Fishtown,
    Hübi

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  6. Ich bewundere Dich, liebe Micki, unbekannterweise aus vollstem Herzen und ich finde man liest aus Deiner Schreibe sehr viel herzlichkeit!

    Beste Grüße und viel kraft

    P

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  7. Wie auch immer ihr das alles schafft, ich wünsche euch weiterhin all die Kraft die ihr benötigt. Und wenn ich bei euch lese, fällt mir immer wieder, ein für mich toller Satz ein. "Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken"
    sonnige Grüße und Krafe aus Fishtown
    Meike

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  8. Ich verfolge euch und euer Leben bzw. die Krankheit von Andreas schon länger... und wenn man einmal Anteil genommen hat, dann will man auch wissen, wie es weitergeht. Es ist, denke ich, jetzt keine Zeit sich gegenseitig Vorwürfe zu machen - jeder wird das tun, was in seiner Macht steht - hart wird es für alle sein. Ich wünsche euch allen (natürlich Micki und Andreas aber auch allen engen Freunden, Geschwistern, Eltern, Verwandte...) viel Kraft für den weiteren Weg und haltet jetzt alle ganz fest zusammen... das hat unsere Familie leider damals versäumt... Alles Gute von der Unbekannten aus Hagen.

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